

Dermatoskopiefall
Verdachtsdiagnose von Prof. Dr. Blum
Compound-Nävus - Melanom muss ausgeschlossen werden
Am Rücken zeigte sich bei einer 34-jährigen Patientin ein unregelmäßig pigmentierter Hauttumor (5x8 mm), der sich in den letzten drei Monaten verändert habe. Hauttyp II, weniger als 20 kleine, klinisch und dermatoskopisch unauffällige melanozytäre Nävi am Integument. Kein Melanom in der Eigen- oder Familienanamnese.
Dermatoskopisch zeigte sich ein unregelmäßig pigmentierter Tumor: im Zentrum fand sich eine leicht asymmetrische bläulich-gräuliche Verfärbung mit teils atypischem Netzwerk am rechten Rand. Insgesamt zeigten sich zum Rand immer wieder nicht ganz gleichmäßige Netzanteile. An der gesamten Peripherie zeigten sich fast gleichmäßig angeordnete Globuli. Der Tumor besaß die Farben von hell bis dunkel braun sowie leicht bläulich-gräuliche Anteile.
Histologische Diagnose
Compound-Nävus - kein Hinweis auf ein Melanom auch im dermalen Anteil.
Anmerkung
Bei melanozytären Tumoren mit entsprechendem Muster muss ein Melanom mittels Exzisions und Histologie ausgeschlossen werden. Mittels Zeichnung oder Fotographie kann dem Histopathologen das auffällige Areal gekennzeichnet werden.
Literatur
Bauer J, Metzler G, Rassner G, Garbe C, Blum A (2001) Dermatoscopy turns histopathologist?s attention to the suspicious area in melanocytic lesions. Arch Dermatol 137: 1338-1340
Prof. Dr. A. Blum
Seestr. 3a
D-78464 Konstanz