Früherst-Erkennung von Hautkrebs mithilfe der Ganzkörperkartografie

Warum sollte ich mich untersuchen lassen?

Die Zahl der Hautkrebserkrankungen steigt weltweit. Allein in Deutschland wird jährlich bei über 260.000 Menschen Hautkrebs neu diagnostiziert. Rund 22.000 Menschen in der Bundesrepublik erkranken jährlich am malignen Melanom, der bösartigsten Form. Insbesondere bei jungen Frauen unter 35 Jahren kann eine Zunahme beobachtet werden. Die positive Nachricht: Früh erkannt ist Hautkrebs gut behandelbar. Lassen Sie deshalb Ihre Haut regelmäßig vom Facharzt untersuchen!

Hautkrebs - wie entsteht er?

Eine entscheidende Rolle für die Entstehung von Hautkrebs spielt die UV-Strahlung von Sonne und Solarien. Sie kann zur Schädigung des Erbmaterials, der DNA, führen. Werden diese DNA-Schäden nicht vollständig repariert, können betroffene Zellen zu Ausgangszellen für Hautkrebs werden. Neben Sonnenstrahlung können aber auch erbliche Faktoren und der eigene Lebensstil Krebs verursachen.

Welche Hautkrebserkrankungen gibt es?

Man unterscheidet beim Hautkrebs im Wesentlichen zwischen zwei Formen: Schwarzem und hellem Hautkrebs.

  1. Schwarzer Hautkrebs (Malignes Melanom): Melanome entwickeln sich entweder aus bestehenden Leberflecken oder entstehen neu auf gesunder Haut. Das maligne Melanom bildet häufig Tochtergeschwülste (Metastasen) und ist die gefährlichste Art von Hautkrebs. In Deutschland erkranken daran jährlich rund 22.000 Menschen.
  2. Heller Hautkrebs (Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom sowie dessen Vorstufen, die sog. aktinischen Keratosen): Hierbei handelt es sich um sogenannte nicht-melanozytäre Hautkrebsarten. Heller Hautkrebs ist weltweit die häufigste Krebsart überhaupt. Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen liegt mit über 230.000 Fällen in Deutschland wesentlich höher als beim Malignen Melanom. Jedoch neigt heller Hautkrebs weniger zum Metastasieren und ist, falls früh erkannt, in den meisten Fällen heilbar.

Bin ich ein Risikopatient?

Wenn Sie eine der Fragen mit „JA“ beantworten, fragen Sie Ihren Hautarzt!

  • Sind Sie ein heller Hauttyp, der empfindlich auf Sonne reagiert?
  • Haben Sie besonders viele Pigmentmale?
  • Haben Sie große, angeborene Pigmentmale?
  • Haben Sie atypische Muttermale oder solche, die sich unlängst verändert haben?
  • Hatten Sie als Kind oder Jugendlicher Sonnenbrände?
  • Gab es in Ihrer Familie bereits Fälle von Hautkrebs?
  • Sind Sie selbst schon an Hautkrebs erkrankt?
  • Sind Sie regelmäßig einer starken Sonnenbestrahlung ausgesetzt?

Was sind typische Alarmzeichen für Haukrebs?

Veränderungen von Muttermalen können ein Hinweis auf Hautkrebs sein. Beobachten Sie deshalb Ihre Muttermale auf folgende Kriterien hin:

  • Farbveränderungen (z. B. heller, dunkler, neue Farbtöne)
  • Veränderung hinsichtlich Größe oder Dicke
  • Veränderung der Umgebung von Muttermalen (z. B. Rötung, Weißfärbung, Schwellung)
  • Neu entstandene Muttermale
  • Blutende Muttermale

Wie kann ich meine Muttermale selbst untersuchen?

Untersuchen Sie regelmäßig selbst Ihre Muttermale und jede über einen Zeitraum von vier Wochen nicht heilende Wunde. Achten Sie dabei auf Veränderungen mithilfe der ABCDE-Regel:

A = Asymmetrie: ungleichmäßige, asymmetrische Form

B = Begrenzung: unregelmäßige Ränder

C = Coloration: unterschiedliche Färbungen

D = Durchmesser: größer als 5 mm

E = Entwicklung: Veränderung in den letzten drei Monaten

Bei Veränderungen Ihrer Haut vereinbaren Sie einen Termin beim Dermatologen!

Wie verläuft eine Ganzkörperkartografie mit FotoFinder?

Betrachten Sie Ihre Haut als Landschaft. Bei der Ganzkörperkartografie mit dem FotoFinder bodystudio ATBM Verfahren für Automatisches Total Body Mapping wird eine Landkarte Ihrer Muttermale („Body Map“) erstellt und langfristig überwacht. Das Verfahren basiert auf der „Zwei-Schritte-Methode für digitale Verlaufskontrolle“, dem fortschrittlichsten Verfahren zur Überwachung von Haut und Muttermalen, das von Hautkrebsexperten weltweit praktiziert wird.

In einem ersten Schritt werden sekundenschnell und völlig schmerzlos Aufnahmen der gesamten Hautoberfläche erstellt und gespeichert. Mit dem Videoauflichtmikroskop werden sodann atypische und veränderte Muttermale zusätzlich mikroskopisch aufgenommen, gespeichert und auf Bösartigkeit analysiert.

Bei regelmäßigen Kontrollterminen werden Haut und Muttermale erneut fotografiert und vom automatischen Bodyscan mit den Bildern der letzten Untersuchung verglichen. Die Software markiert neue und veränderte Muttermale. So lassen sich selbst kleine Veränderungen der Haut und jedes einzelnen Muttermals sowie neue Muttermale frühestmöglich feststellen, wenn die Heilungschancen gut sind. Unnötige Operationen werden vermieden. Dieses Verfahren bietet doppelte Sicherheit – besonders für Risikopatienten!

Wieviel kostet eine Untersuchung mit FotoFinder?

Die Untersuchung mit dem FotoFinder ATBM Verfahren ist bei Patienten mit gesetzlicher Krankenversicherung aktuell noch Selbstzahlerleistung (sog. Individuelle Gesundheitsleitung). Von privaten Krankenkassen werden die Kosten meist übernommen. Je nach in Anspruch genommener Untersuchung und persönlichen Risikofaktoren können die Kosten variieren. Bitte fragen Sie Ihren Arzt!